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NRW

Havliza berichtet in Terrorprozess über Radikalisierung

Terrorismus

Dienstag, 20. August 2019 - 16:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Celle. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza hat im Terrorprozess gegen den mutmaßlichen IS-Deutschlandchef Abu Walaa als Zeugin zur Radikalisierung junger Menschen durch einen Mitangeklagten im Ruhrgebiet ausgesagt. Hintergrund der Aussage der CDU-Politikerin am Oberlandesgericht Celle am Dienstag war ihre Tätigkeit als Richterin in Düsseldorf vor ihrer Ernennung zur Ministerin in Hannover. Unter ihrem Vorsitz wurde 2017 ein Schüler aus Duisburg als Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat vom Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilt.

Barbara Havliza (CDU) steht vor dem Oberlandesgericht Celle. Foto: Julian Stratenschulte

Wie Havliza aussagte, hat der mitangeklagte Reisebüroinhaber aus Duisburg den Gymnasiasten und andere junge Männer in einem Hinterzimmer in der Ideologie des Islamischen Staates geschult und mit ihnen Hinrichtungs- und Anschlagsvideos „schlimmster Art“ angeguckt. Täglich habe der Schüler den Angeklagten aufgesucht, der für ihn zu einer wichtigeren Vertrauensperson als der eigene Vater geworden sei. Dem Ausreisewunsch des Jugendlichen nach Syrien habe der Reisebüroinhaber aber eine klare Absage erteilt. Er solle erst studieren, seine Zeit werde noch kommen. Die Ministerin wurde zu den Aussagen des Schülers vor Gericht befragt, weil dieser eine erneute Zeugenbefragung vor Gericht in Celle verweigert hatte.

Abu Walaa und den vier Mitangeklagten wird vorgeworfen, junge Menschen vor allem im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt zu haben. Sie müssen sich wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz verantworten.

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