NRW

„Hawala-Banking“: Millionen beschlagnahmt

Kriminalität

Mittwoch, 20. November 2019 - 12:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Bei den Ermittlungen um illegale Millionentransfers haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen bereits Dutzende Tatverdächtige im Visier. Insgesamt sollten Vermögenswerte in Höhe von 212 Millionen Euro im laufenden Ermittlungsverfahren zum sogenannten Hawala-Banking vorläufig sichergestellt werden, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch im Landtag.

Polizeibeamte sichern kistenweise Beweise nach einer Durchsuchung in einem Geschäft. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Bei dem quer durch Europa transferierten Geld handelt es sich mutmaßlich um illegal erworbenes Vermögen. Allein bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf liefen bereits Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in Zusammenhang mit dem Handel wertloser Aktien gegen 51 Beschuldigte, sagte Reul im Innenausschuss.

Bei einem zweiten Ermittlungskomplex wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung stehe eine Tätergruppe im Verdacht, ein organisiertes und gewerbsmäßiges Geldwäsche- und Hawala-Bankingsystem betrieben zu haben, das vom Ruhrgebiet über den Mannheimer Raum bis nach Rotterdam reiche. Der tägliche Umsatz in diesem System liege zwischen 700 000 und einer Million Euro, berichtete Reul.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.