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NRW

Hells-Angels-Anwalt kritisiert Polizeieinsatz gegen Rocker

Kriminalität

Mittwoch, 18. Oktober 2017 - 12:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Ein Rechtsanwalt der Hells Angels hat den Großeinsatz der Polizei gegen die Rocker im Rheinland kritisiert. Die Polizei sei über das Ziel hinausgeschossen, sagte Rechtsanwalt Wolf Bonn am Mittwoch auf Anfrage. „Da sind Dinge beschlagnahmt worden, die nicht vom Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf umfasst sind“, sagte Bonn, der die Hells Angels und den Clan 81 vertritt.

Ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels mit seiner Kutte. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Der Gerichtsbeschluss erlaube zwar die Beschlagnahme von gewissen Beweismitteln, die Polizei habe aber auch Privateigentum wie etwa Motorräder, Uhren, Bargeld und sogar eine Bachelorarbeit mitgenommen.

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„Wir versuchen nun, uns einen Überblick über die Maßnahmen und betroffenen Personen zu verschaffen und prüfen rechtliche Schritte gegen das Vereinsverbot“, sagte der Anwalt. Die Polizei in Essen bestätigte, dass auch Motorräder beschlagnahmt worden seien, außerdem Rockerkutten und Computer.

In Nordrhein-Westfalen wurden am Mittwochmorgen Wohnungen und Geschäfte im Rockermilieu durchsucht. Hintergrund ist ein Verbot der im Raum Düsseldorf aktiven Gruppe der Hells Angels MC Concrete City und deren Teilorganisation Clan 81 Germany durch das NRW-Innenministerium, wie die Polizei in Essen mitteilte. In 16 Städten in NRW waren etwa 700 Beamte im Einsatz, rund 50 Objekte wurden durchsucht.


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