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NRW

Hells Angels wollen beschlagnahmte Motorräder zurück

Prozesse

Mittwoch, 6. November 2019 - 14:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Rocker der Hells Angels und eines Unterstützer-Clubs haben das Land NRW auf Herausgabe von Geld, Kutten und Motorrädern verklagt. Vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht wurden am Mittwoch mehrere der insgesamt 23 Klagen verhandelt. Geld und Gegenstände waren vor zwei Jahren nach dem Verbot des Erkrather Hells-Angels-Charters „Concrete City“ und des Clubs „Clan 81 Germany“ beschlagnahmt worden. Die Rocker werfen der Polizei vor, sie habe bei der Großrazzia im Oktober 2017 rechtswidrig auch Privateigentum mitgenommen.

Ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels nimmt an einem Protestkorso teil. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild

So sei die Harley Davidson seines Mandanten auf dessen Ehefrau zugelassen, sagte ein Anwalt. Die Richterin wies aber darauf hin, dass die Frau gar keinen Führerschein für Motorräder besitzt.

Sein Mandant sei zum Zeitpunkt der Razzia gar nicht mehr Schatzmeister der Höllenengel gewesen, die bei ihm beschlagnahmten Kutten mit dem Aufnäher „Treasurer“ (Schatzmeister) gehörten jemand anderem, argumentierte der Anwalt weiter. Die beschlagnahmten mehr als 4000 Euro Bargeld seien Betriebsvermögen seiner Kfz-Werkstatt.

Die Ermittler meinen, Motorräder, Kutten und Geld
gehörten zum Vermögen der verbotenen Rockergruppen und seien daher zu Recht eingezogen worden. In zwei Eilverfahren bekamen sie Recht. Weil die Motorräder zur Drohkulisse der Rockerclubs gehörten und für Machtdemonstrationen genutzt würden, seien sie dem Vereinsvermögen zuzurechnen.

Mehr als 700 Polizisten hatten das Verbot der zwei Rockergruppen durchgesetzt. Erste Urteile sollen in zwei Wochen ergehen.

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