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NRW

Hilfspfleger unter Mordverdacht - Zahl der Hinweise steigt

Kriminalität

Donnerstag, 8. März 2018 - 15:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw München. Ein bereits unter Mordverdacht stehender Hilfspfleger kommt für immer mehr Taten infrage. Die Zahl der Hinweise steigt. Auch in NRW wird ermittelt.

Zu dem in München unter Mordverdacht stehenden Hilfspfleger sind weitere „substanziell hilfreiche Hinweise“ eingegangen. Damit ist die Zahl auf 35 gestiegen, wie die Polizei am Donnerstag in München mitteilte. Zu einem Fall in Mülheim im Ruhrgebiet ermittelt die Polizei Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft München. Die Staatsanwaltschaft Duisburg hatte die Ermittlungen im vergangenen Jahr vorläufig eingestellt. Dort wird untersucht, ob Fehler gemacht wurden.

Auch in anderen NRW-Städten war der Mann unterwegs. Beim Märkischen Kreis ging bereits ein Ermittlungsersuchen aus München ein. Es geht aber um keinen konkreten Verdacht. Der Verdächtige war zudem in Dortmund, Bonn und im Raum Düsseldorf unterwegs. Der 36 Jahre alte Beschuldigte aus Polen soll in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben.

Die Ermittler gehen aktuell von vier weiteren Vorfällen aus, „in denen das Ableben einer betreuten Person in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Tatverdächtigen stand“. Es geht dabei um Fälle in den beiden bayerischen Landkreisen Forchheim (Juli 2017) und Kitzingen (Januar 2018) sowie je einen Fall in Hannover (Juli 2017) und im baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen (Juli 2017).

Ob eine Kausalität zwischen diesen vier weiteren Todesfällen und der Anwesenheit des Hilfspflegers bestand, müsse intensiv untersucht werden, betonte die Polizei und warnte vor einer Vorverurteilung. „Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I. Nach seiner Festnahme hatte die Polizei bei dem 36-Jährigen zwei EC-Karten des Ottobrunner Toten samt Geheimnummern gefunden.

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