NRW

Hochzeits-Korsos: Duisburg mit den meisten Einsätzen

Kriminalität

Mittwoch, 1. Januar 2020 - 11:48 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Bisher unauffällig, wurden Hochzeits-Korsos 2019 zu einem neuen Phänomen für die NRW-Polizei. Das Innenministerium legt nun die Jahresbilanz vor: Insgesamt rückte die Polizei seit 1. April 459 mal wegen Hochzeitsgesellschaften aus. Schwerpunkte: Duisburg und Köln.

Die NRW-Polizei ist im vergangenen Jahr mehrere hundert Mal zu Einsätzen wegen auf der Straße auffallenden Hochzeits-Gesellschaften oder Korsos ausgerückt. Nach einer Statistik des Innenministeriums - die seit dem 1. April geführt wird - gab es bis einschließlich 29. Dezember genau 459 Einsätze. Die meisten davon mit 58 in Duisburg, gefolgt von Köln (48 Einsätze) und Essen (40).

Wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, fand jeder zehnte Einsatz - insgesamt 45 - auf Autobahnen statt. Mit der Blockade durch eine hochmotorisierte Fest-Gesellschaft auf der A3 bei Ratingen war das Phänomen Hochzeits-Korsos Mitte März in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit geraten.

Aus dem Lagebild geht zum Ende des Jahres unter anderem hervor, dass die Korsos besonders samstags (261 Einsätze) und sonntags (128) Einsätze nach sich zogen. In 108 Fällen wurden von Zeugen Schüsse gemeldet - wobei die Polizei 58 Mal Schützen ausfindig machen konnte. In der Regel waren es unerlaubte Schreckschusspistolen. 49 Mal wurde der Einsatz von Pyrotechnik - zum Beispiel Bengalos - gemeldet.

Im Sommer hatte die Polizei noch bis zu 40 Einsätze an einem Wochenende. Mit dem schlechteren Wetter gingen die Fälle zurück. In der Woche vom 23. bis zum 29. Dezember gab es landesweit noch acht Einsätze - davon drei Korsos, drei Verkehrsbehinderungen und eine nachgewiesene Schussabgabe.


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