Honigernte in NRW: schwaches Frühjahr, guter Sommer

dpa/lnw Mayen. Aufatmen bei den Imkern in Nordrhein-Westfalen: Nach der enttäuschenden Frühtracht haben sie in diesem Sommer wieder deutlich mehr Honig geerntet. Die Sommererträge hätten im normalen Bereich gelegen und das schwache Frühjahr kompensiert, sagte Christoph Otten, Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei, am Mittwoch. Das unter anderem für NRW zuständige Fachzentrum liegt im rheinland-pfälzischen Mayen.

Honigernte in NRW: schwaches Frühjahr, guter Sommer

Der Imker Ralf Heipmann hält einen Holzrahmen mit Waben, in denen sich Honig befindet, in der Hand. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Im Schnitt brachte jedes abgeerntete Bienenvolk mit der Sommertracht 22,5 Kilo Honig ein und damit etwa ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor (16,7 Kilo), wie eine Umfrage des Fachzentrums ergab. Der NRW-Schnitt lag damit deutlich über dem Bundesschnitt von 18 Kilo Honig pro abgeerntetem Volk. 1708 Imker aus NRW hatten an der Umfrage teilgenommen.

Im Frühjahr hatten die Imker wegen des schlechten Wetters mit 13,4 Kilo Honig noch ein Drittel weniger Honig geerntet als im Jahr zuvor. Auffällig war zudem, dass im Frühjahr jeder vierte Imker (27 Prozent) in Erwartung mickriger Ergebnisse auf die Ernte verzichtet und den Honig im Bienenstock gelassen hatte. Im Sommer verzichteten nun nur gut fünf Prozent der Imker auf die Honigernte.