NRW

ICE von Köln nach Basel strandet: Oberleitung herabgerissen

Bahn

Donnerstag, 11. Januar 2018 - 07:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Freiburg/Köln. Auf der Rheintalstrecke ist am Mittwochabend nahe Freiburg ein ICE mit rund 60 Fahrgästen gestrandet. Der Zug kam aus Köln und war nach Basel unterwegs. Er sei in eine beschädigte Oberleitung gefahren und habe sie herabgerissen, teilte die Bundespolizei mit. Ohne Strom blieb der Schnellzug im Bahnhof von Schallstadt (Baden-Württemberg) liegen. Die Passagiere stiegen den Angaben zufolge in der Nacht in einen bereitgestellten Fernbus, der sie nach Basel brachte.

Einsatzkräfte bei einem liegengebliebenen ICE in Schallstadt bei Freiburg. Foto: Patrick Seeger

Wegen des Oberleitungsschadens wurde die Strecke zunächst gesperrt. Gegen 4.30 Uhr wurde ein Gleis der zweigleisigen Trasse wieder für den Verkehr freigegeben, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Das zweite Gleis sollte seinen Angaben zufolge im Lauf des Vormittags folgen. Solange sei im Nah- und Fernverkehr noch mit Verzögerungen zu rechnen.

Die Bundespolizei ermittelt zu den Ursachen. Es gebe aber bislang keine Hinweise auf eine mutmaßliche Beschädigung durch Dritte.

Auf der für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtigen Nord-Süd-Verbindung hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Probleme gegeben. Von Mitte August bis Anfang Oktober war die Trasse zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt, weil sich beim Tunnelbau für eine Neubaustrecke die Schienen gesenkt hatten.


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