NRW

IG Metall boykottiert NRW-Stahlgipfel

Stahl

Mittwoch, 13. Dezember 2017 - 11:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Gewerkschaft IG Metall will dem Stahlgipfel der nordrhein-westfälischen Landesregierung am kommenden Montag (18.12.) fernbleiben. Grund sei das mangelnde Engagement der Landesregierung angesichts der geplanten Stellenstreichungen in der Metallbranche und der umstrittenen Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstag. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet.

NRW-IG Metall Bezirksleiter Knut Giesler in Duisburg. Foto: Caroline Seidel/Archiv

„Vor dem Hintergrund, dass diese Prozesse tausende Arbeitsplätze gefährden, bin ich vom Verhalten der Landesregierung und insbesondere vom Wirtschaftsministerium in diesen Fällen mehr als enttäuscht“, sagte der NRW-Chef der Gewerkschaft, Knut Giesler, der Zeitung. Er warf der Landesregierung eine „Haltung des Nichtstuns“ vor.

Bei dem Gipfel unter Leitung von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) soll nach Wegen gesucht werden, den Stahl wieder zukunftsfähig zu machen. Dabei soll es um Themen gehen wie den Kampf gegen Preisdumping, die künftigen Anforderungen des Klimaschutzes an die Stahlindustrie sowie die Frage, wie Forschung und Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit des Standsortes NRW sichern können.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.