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IOC bekräftigt: DOSB wollte keinen Dialog über Olympia 2032

Sportpolitik

Montag, 1. März 2021 - 16:17 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Lausanne. Das IOC hat die Kritik des Deutschen Olympischen Sportbunds wegen angeblicher „Falschaussagen“ im Zuge der Rhein-Ruhr-Bewerbung um die Sommerspiele 2032 zurückgewiesen. Das Internationale Olympische Komitee bekräftigte am Montag, der DOSB habe trotz mehrerer Informationsgespräche nicht in einen Dialog mit dem IOC über künftige Spiele eintreten wollen. „Wie das Verfahren in den DOSB-Gremien zu dieser (Nicht)-Entscheidung gewesen ist, entzieht sich unserer Kenntnis“, teilte ein IOC-Sprecher mit.

Das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Zuvor hatte DOSB-Präsident Alfons Hörmann die IOC-Darstellung bestritten, der Dachverband habe das deutsche Sommerspiele-Projekt nicht unterstützt und den Eintritt in den sogenannten „dauerhaften Dialog“ abgelehnt. Es habe „keine formale Entscheidung des DOSB für oder gegen einen Eintritt“ in Verhandlungen mit dem IOC gegeben, sagte Hörmann bei einer Videoschalte am Montag. Dem Streit vorausgegangen war das frühzeitige IOC-Votum für das australische Brisbane als bevorzugter Bewerber für 2032.

Nach Angaben des IOC wurde der DOSB am 1. November 2019 über das veränderte Bewerbungsverfahren informiert. Im Februar des Vorjahres habe es ein weiteres Gespräch mit dem DOSB gegeben. Dieser habe aber auch danach die Chance, in den Dialog mit der neuen IOC-Kommission für künftige Spiele einzutreten, nicht genutzt.

Im Januar habe der DOSB dann dem IOC mitgeteilt, erst nach dem positiven Ausgang einer Bürgerbefragung und der Zustimmung der Mitgliederversammlung im Dezember Verhandlungen über Olympische Spiele aufnehmen zu wollen. Kurz darauf stellte das IOC die Weichen für Brisbane. Durch die Wahl der Australier ist eine deutsche Bewerbung für 2032 praktisch aussichtslos.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-643295/3

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