Immer mehr Lehrkräfte werden in NRW Opfer von Gewalt

dpa/lnw Düsseldorf. Immer mehr Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen werden Opfer von Gewalttaten. Wie das Landeskriminalamt am Freitag mitteilte, seien landesweit 435 Straftaten gegen Lehrer im Jahr 2018 verzeichnet worden, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2017 hatte die Anzahl der Fälle demnach bei 397 gelegen. Zuvor hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Insgesamt waren 500 Lehrkräfte im Jahr 2018 verschiedenen Straftaten zum Opfer gefallen (438 im Jahr 2017).

Dazu gehören der polizeilichen Kriminalstatistik zufolge unter anderem Sexualdelikte, Raub oder auch Körperverletzung: Letzteres sei im vergangenen Jahr 263 Mal vorgekommen, 2017 gab es 216 Fälle von Körperverletzung. „Welche Ursachen dahinter liegen, können wir von hier aus nicht sagen“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts in Düsseldorf. Dies gelte auch für die Schulform oder die Täter - ob Schüler, Familien oder etwa Lehrer selbst. „Die Konstellation erhebt die polizeiliche Kriminalstatistik nicht“, hieß es.

In NRW hatte ein Vorfall an einer Duisburger Hauptschule kürzlich für Aufsehen gesorgt: Dort soll ein 14-Jähriger nach den Sommerferien den Schulleiter geschlagen und verletzt haben. Es werde wegen einfacher vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei mit. Der Schulleiter soll mittlerweile wieder im Dienst sein.