NRW

Immobilienkonzern LEG verdient deutlich mehr

Immobilien

Freitag, 7. August 2020 - 10:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Höhere Mieten und Zukäufe treiben den Immobilienkonzern LEG an. Im zweiten Quartal stieg der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO1) im Jahresvergleich um 16,6 Prozent auf 100,6 Millionen Euro, wie der im MDax notierte Konzern in Düsseldorf mitteilte. „Wir sehen uns klar auf Kurs, die für 2020 gesteckten Ziele zu erreichen“, sagte LEG-Chef Lars von Lackum.

Ein Logo der LEG Immobilien AG ist an einem Wohnungsgebäude zu sehen. Foto: Ina Fassbender/dpa

Die für Immobilienunternehmen wichtige Kenngröße FFO gibt an, wie viel Geld aus dem laufenden Geschäft nach Abzug vor allem von Zinszahlungen und Steuern verbleibt. Der FFO ergibt sich im Kern aus dem Überschuss plus Abschreibungen auf Immobilien und abzüglich von Veräußerungsgewinnen.

LEG hatte bereits am Vorabend die für diesen Freitag geplanten Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht, nachdem das Unternehmen unabsichtlich die Präsentation auf seine Webseite gestellt hatte. Das Ergebnis lag im zweiten Quartal bei 547 Millionen Euro, vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Wert des Immobilienportfolios stieg bis Ende Juni im Vergleich zum Jahresende 2019 um 593 Millionen Euro.

Vor allem in den Großstädten steigen die Mieten, inzwischen holen aber auch zahlreiche mittelgroße Städte auf. Auf vergleichbarer Fläche stieg die Miete in LEG-Immobilien im zweiten Quartal um 2,6 Prozent auf im Schnitt 5,90 Euro je Quadratmeter. Ohne preisgebundene Wohnungen, die rund ein Viertel am LEG-Bestand ausmachten, legten die Mieten im Schnitt um 2,9 Prozent auf 6,27 Euro zu.

Zum Mietanstieg trugen auch Modernisierungen bei. Immobilienkonzerne dürfen einen Teil der Kosten für energetische Maßnahmen wie neue Fenster oder Dämmungen auf Mieter umlegen. Allerdings werde das Mietwachstum im laufenden Jahr mit etwa 2,3 Prozent weniger stark zulegen als zuletzt geplant, hieß es weiter. LEG hatte dies jüngst mit dem freiwilligen, zeitlich begrenzten Verzicht auf Mieterhöhungen und dem gesetzlich möglichen Zahlungsaufschub von Mieten begründet. Gleichzeitig will das Unternehmen die niedrigere Mehrwertsteuer sowie verfügbare Handwerkerkapazitäten nutzen und mehr investieren.

Das Portfolio der LEG verteilte sich zuletzt auf 180 Standorte vor allem in Nordrhein-Westfalen und umfasste zum Stichtag Ende Juni knapp 138 000 Wohneinheiten sowie 1288 Gewerbeimmobilien.

Ihr Kommentar zum Thema

Immobilienkonzern LEG verdient deutlich mehr

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha