NRW

Impfzentren: Freie Terminvergabe startet mit kleiner Anzahl

Gesundheit

Samstag, 26. Juni 2021 - 08:55 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf/Dortmund. Ab jetzt sind alle Bürger berechtigt, einen Termin in einem der 53 Impfzentren zu vereinbaren. Nur gibt es anfangs noch nicht viel zu verteilen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen waren vor großen Erwartungen für den Starttag und bitten noch etwas um Geduld.

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild

Um einen Impftermin in einem der landesweit insgesamt 53 Impfzentren kann sich jetzt jeder Bürger in Nordrhein-Westfalen bemühen. Die Priorisierung bei der Terminvergabe, nach der bisher nur besonders gefährdete Alters- oder Berufsgruppen berücksichtigt werden können, ist mit Wirkung von Samstag 8 Uhr auch für Impfzentren aufgehoben. Das hat die Landesregierung angekündigt. Die Kassenärztlichen Vereinigungen warnen aber vor großen Erwartungen für die ersten Tage der nunmehr für alle freigegebenen Terminbuchung.

Nach Angaben der KV Nordrhein werden zunächst kaum Termine buchbar sein. Erst wenn das NRW-Gesundheitsministerium neue Impfkontingente freigebe, könnten die entsprechenden Termine im Buchungssystem freigeschaltet werden, erläuterte die KV Nordrhein am Freitag in einer Mitteilung. Hinzu komme, dass die Kreise und kreisfreien Städte einen Vorlauf für die Terminplanung und die Kapazitäten im jeweiligen Impfzentrum benötigten. Es sei davon auszugehen, dass erst im Laufe der kommenden Woche weitere Termine freigeschaltet werden könnten.

Die KV Westfalen-Lippe hatte im Vorfeld erklärt, dass ab Samstag zwar jeder Bürger ab 16 Jahren berechtigt sei, Impftermine in einem der Impfzentren zu vereinbaren. Es würden aber nicht unmittelbar ausreichend Impfdosen und damit ausreichend Termine für alle zur Verfügung stehen. Das müsse allen bewusst sein. „Wichtig ist, dass die Bevölkerung auch hier wieder geduldig bleibt. Alle Impfwilligen werden in den kommenden Wochen ein Impfangebot erhalten“, erklärte der Vorstand der KV Westfalen-Lippe am Freitag in einer Mitteilung.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Donnerstag das Ende dieser Priorisierung in den Impfzentren ab Samstag angekündigt. In den NRW-Impfzentren werden nach seinen Angaben für die nächste Woche etwa 150.000 und für die übernächste Woche 220 000 Termine für Erstimpfungen bereitstehen. Auch Haus-, Fach- und Betriebsärzte impfen gegen Corona. Sie haben ihre eigene Terminvergabe. Laumann sagte, dass man - „wenn der Himmel über uns nicht zusammen bricht“ - bis Ende Juli jedem in NRW ein Impfangebot werde machen können.

Das NRW-Gesundheitsmisterium wies darauf hin, dass Kinder im Alter von 12 bis unter 16 Jahren beim Kinder- oder Hausarzt ein Impfangebot erhalten, wenn die Ständige Impfkommission eine Impfung für sie empfohlen hat - etwa wegen einer Vorerkrankung.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Freitag sind im bevölkerungsreichsten Bundesland bisher 55 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Vollständig geimpft sind 36,4 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:210626-99-150791/2

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