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NRW

Jagdfeld-Prozess: Weiterer Zeuge bestreitet Rufmord-Pläne

Prozesse

Mittwoch, 7. Februar 2018 - 18:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dortmund. Im millionenschweren Schadenersatzprozess des Immobilienunternehmers Anno August Jagdfeld gegen die Versicherung Signal Iduna hat ein weiterer Zeuge etwaige Absprachen über eine geplante Rufschädigung Jagdfelds bestritten. „Es gab keine Rufmordkampagne“, sagte ein früheres Verwaltungsratsmitglied eines Immobilienfonds zur Wiedereröffnung des Berliner Hotels Adlon.

Der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Die Versicherung Signal Iduna hatte sich in den 1990er-Jahren mit fünf Millionen Euro an dem von Jagdfeld aufgelegten Adlon-Fonds beteiligt. 2009 gründete sich eine Anlegerschutzgemeinschaft, der auch die Versicherung beitrat. Ein Sprecher dieser Gemeinschaft hatte Anno August Jagdfeld später mehrmals öffentlich hart kritisiert.

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Der Zeuge aus dem Verwaltungsrat des Adlon-Fonds verteidigte in seiner Aussage die Ziele der Schutzgemeinschaft. Die Rolle Jagdfelds als Chef des Fonds zu überprüfen, sei ein legitimes Anliegen gewesen. „Das hat etwas mit Transparenz, mit Aufklärung und Anlegerschutz zu tun, aber nichts mit Rufmord“, sagte er. Jagdfeld beziffert den ihm angeblich entstandenen Vermögensschaden auf rund eine Milliarde Euro.

In der nächsten Woche sollen auch die Vorstandsmitglieder der Versicherung als Zeugen vernommen werden. In dem Verfahren vor dem Dortmunder Landgericht wird nur geklärt, ob der Immobilienunternehmer überhaupt einen Anspruch auf Schadenersatz hat. Über dessen Höhe müsste später in einem anderen Verfahren verhandelt werden.

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