NRW

Je rund 1000 Corona-„Spaziergänger“ und Gegendemonstranten

Demonstrationen

Montag, 17. Januar 2022 - 20:26 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. In der Kölner Innenstadt sind am Montagabend je rund 1000 Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen und Teilnehmer einer Gegendemonstration unter dem Motto „Köln ist solidarisch“ aufeinandergetroffen. Die unterschiedlichen Lager hätten „lautstark ihre Meinungen ausgetauscht“, sagte ein Polizeisprecher gegen 19.30 Uhr. Alles sei bis zum Abend aber ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen.

Teilnehmer einer Demonstration gegen eine Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen tragen ein Schild mit den Aufschriften "Ungeimpft, Pfusch; Geimpft, Tusch". Foto: Henning Kaiser/dpa

Die Gegner der Corona-Maßnahmen hatten ihre Versammlung erneut als „Spaziergang“ angekündigt. Zahlreiche Teilnehmer hätten gegen die Maskenpflicht verstoßen, sagte der Kölner Polizeisprecher. Die Gegendemonstranten hatten zum Widerstand gegen „Schwurbelproteste und Wissenschaftsleugnung“ aufgerufen. „Wir zeigen, dass Köln solidarisch ist und sich klar von rechten Verschwörungserzählungen abgrenzt“, hieß es in ihrem Aufruf.

Gegenveranstaltungen zu Montags-„Spaziergängen“ gab es laut Polizei auch in Duisburg und Paderborn. In Paderborn hätten etwa 250 Menschen gegen einen Aufzug von etwa 850 Corona-Maßnahmen-Gegnern protestiert. In Duisburg waren es bis zum frühen Abend etwa 500 Gegner der Corona-Maßnahmen und 55 Gegendemonstranten. In Dortmund wuchs die Zahl der Corona-„Spaziergänger“ am Abend auf rund 1400 an. Die Polizei vereinbarte daraufhin mit der Versammlungsleiterin, den Protestzug zu teilen, wie sie mitteilte.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte vergangene Woche in einem „WAZ“-Interview die zahlreichen oft unangemeldeten Proteste als „erhebliche Herausforderung“ für die Polizei bezeichnet.

© dpa-infocom, dpa:220117-99-745363/2

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