NRW

„Jeden Tag mehr“: Auf Feldern reifen Spargel, Kohl, Kräuter

Essen & Trinken

Samstag, 22. Mai 2021 - 09:53 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn/Dortmund. Das Wetter zeigt die kalte Schulter, aber einem Kohlkopf kann das nicht viel anhaben. Außer dem Spargel können nun weitere Gemüse und Kräuter auf den Feldern geerntet werden. Bei den Helfern hat sich die Lage entspannt.

Das Gemüse auf den Feldern gedeiht, die Ernte läuft an. „Es wächst jetzt sehr, sehr gut“, sagt Peter Muß vom Verband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn. Derzeit werden im Rheinland Salate und Kohlrabi geerntet, und immer neue Sorten kommen dazu: Spitzkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Kräuter, Rucola und Pak Choi zum Beispiel.„Jeden Tag wird es mehr“, sagt der Fachmann.

Wegen des kühlen Wetters sind die Erntemengen beim Spargel kleiner als im vorigen Jahr. Aber die Ernte verlaufe für die Erzeuger bislang zufriedenstellend, erklärte eine Sprecherin der Spargel-Straße NRW in Dortmund. Die Feiertage, an denen das Edelgemüse besonders oft aufgetischt wird, lägen gut verteilt und nicht so weit im Juni. Auch das kühle Wetter kommt dem Absatz entgegen: Denn dann wird weniger im Freien gegrillt. „Es wird halt eben gekocht“ - und zwar an Feiertagen oft Spargel - sagte Anke Knaup von der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe.

Willkommen sind Niederschläge: „Vielen Betriebsleitern ist das Wetter lieber als 31 Grad im Mai und kein Regen ab März“, meint Peter Muß im Rückblick auf die zurückliegenden trockenen Hitze-Jahre. Immer noch brauchten die Böden Regen. Vlies und Folie schützen die zarten Pflanzen auf den Feldern vor der Kälte. Ohne diese Anbautechnik hätte man in diesem Jahr noch kein Freilandgemüse ernten können, meinte der Fachmann vom Provinzialverband.

Auch die zarten Erdbeeren wachsen noch unter wärmender Folie im Tunnel. Gegenüber anderen Jahren werde sich die Freilandernte um etwa zwei Wochen nach hinten verschieben, meinte Knaup. Nordrhein-Westfalen ist, wenn Obst und Gemüse zusammengenommen werden, das größte deutsche Anbaugebiet. Millionen Verbraucher wohnen direkt vor der Tür.

Erntehelfer hätten die meisten Betriebe genug, berichtete Muß vom Anbauer-Verband. Der Schutz vor dem Coronavirus laufe gut, es gebe nur einzelne Fälle bislang. „Der Arbeitsschutz NRW macht regelmäßig Kontrollen vor Ort“, berichtete auch die Sprecherin der Spargelanbauer Westfalen-Lippe.

Im vergangenen Jahr, mitten im Lockdown, hatten die Agrarverbände noch Alarm geschlagen, weil wegen der Pandemie Helfer fehlten. In ganz Nordrhein-Westfalen packen etwa 20 000 bis 30 000 Erntehelfer mit an, um die viele Arbeit etwa beim Spargelstechen oder bei der Beerenernte zu bewältigen.

© dpa-infocom, dpa:210522-99-699974/2

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