NRW

Juden in Neuss weihen neue Synagoge ein

Gesellschaft

Sonntag, 19. September 2021 - 12:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Neuss. Nach zwei Jahren Umbauzeit hat die jüdische Gemeinde in Neuss am Sonntag im Beisein von Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) ihre neue Synagoge im „Alexander-Bederov-Zentrum“ eingeweiht. Projektkoordinator Bert Römgens sagte, die rund 600 Gemeindemitglieder seien froh, glücklich und stolz, mit dem Zentrum wieder eine Heimat in Neuss zu haben. Die frühere Synagoge der Stadt war in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört und niedergebrannt worden.

Die mutmaßlichen Pläne eines 16 Jahre alten Verdächtigen, in Hagen einen Anschlag auf die dortige Synagoge zu verüben, hatten auch in Neuss Besorgnis ausgelöst. Man wolle sich aber am Tag der Eröffnung nicht die Freude und die positiven Gefühle nehmen lassen und in Beunruhigung verfallen. Die Gemeinde habe das neue „Alexander-Bederov-Zentrum“, das die Synagoge beherbergt, mit viel Herzblut und Tatkraft aufgebaut, hieß es. Ob es besondere Sicherheitsvorkehrungen für den Bau gibt, sagte Römgens nicht.

© dpa-infocom, dpa:210919-99-275377/2

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