NRW

Jurist soll Stiftungsgeld für blinde Kinder veruntreut haben

Prozesse

Mittwoch, 17. März 2021 - 01:56 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Essen. Schwere Vorwürfe gegen einen Essener Juristen: Er soll einen sechsstelligen Betrag einer Stiftung für blinde und behinderte Kinder veruntreut haben. Der frühere Notar hatte sich selbst angezeigt.

Das Eingangsschild des Land- und Amtsgericht Essen. Foto: picture alliance / dpa

Ein Anwalt und ehemaliger Notar aus Essen soll Gelder einer Stiftung für blinde und körperbehinderte Kinder veruntreut haben. Heute (9.45 Uhr) beginnt vor dem Amtsgericht der Prozess gegen ihn. Laut Anklage soll sich der als Treuhänder eingesetzte Jurist von 2016 bis 2018 insgesamt 125 000 Euro aus dem Stiftungsvermögen angeeignet haben. Hinzu kämen 180 000 Euro eines Fördervereins an der Universitätsklinik Essen, die der Jurist auf eigene Konten umgeleitet habe. Der Angeklagte habe eine Selbstanzeige erstattet, sagte ein Gerichtssprecher.

Der Essener Stiftungsgeber habe zusammen mit seiner Ehefrau in der Nazi-Diktatur ein Berufsverbot erhalten, weil er jüdischer Abstammung war, berichtete ein Familien- und ehemaliges Stiftungs-Beiratsmitglied. Das Ehepaar habe vier Kinder durch Krankheit und Krieg verloren und deshalb später testamentarisch die Stiftung mit einem Millionenkapital für Kinder aufgesetzt. Das Geld sei aber nicht bei den Kindern angekommen, beklagte der frühere Beirat.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-849341/2

Ihr Kommentar zum Thema

Jurist soll Stiftungsgeld für blinde Kinder veruntreut haben

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha