Juwelier mit gezogener Waffe überfallen: Lange Haft

dpa/lnw Mönchengladbach. Gut zwei Jahre nach einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Mönchengladbacher Juwelier sind zwei der Täter wegen schweren Raubs und Körperverletzung zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die 32- und 35-jährigen Männer müssen für vier beziehungsweise achteinhalb Jahre ins Gefängnis, wie das Landgericht Mönchengladbach am Mittwoch mitteilte (Az: 22 Kls 2/20). Die beiden Angeklagten hatten zuvor im Prozess gestanden, Ende März 2018 wegen hoher Schulden bei dem Überfall mitgemacht zu haben.

Juwelier mit gezogener Waffe überfallen: Lange Haft

Außenaufnahme des Landgerichts Mönchengladbach. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Sie gehörten zu einer Gruppe von insgesamt vier Männern, die am Mittag des 28. März 2018 mit gezogener Waffe in das Mönchengladbacher Juwelier-Geschäft eingedrungen waren, den Inhaber niedergeschlagen und 33 Armbanduhren im Wert von 210 000 Euro erbeutet hatten.

DNA-Spuren am Tatort hatten die Ermittler auf die Spur der beiden Täter gebracht. Anschließend waren ihre Telefone überwacht worden. Mitte Dezember konnte zunächst der 32-Jährige, drei Wochen später dann der Mitangeklagte am Frankfurter Flughafen verhaftet werden.

Nach eigener Aussage waren die beiden Angeklagten von Landsleuten in Litauen angesprochen und wenige Tage vor dem geplanten Überfall mit zwei Mittätern nach Mönchengladbach gebracht worden. Am Tag vor der Tat hätten sie das Juweliergeschäft und die Umgebung ausgekundschaftet.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 35-jährigen Litauer neun Jahre Haft gefordert und für den 32-jährigen Landsmann sieben Jahre. Die Verteidiger hatten eine milde Bestrafung beziehungsweise drei Jahre Gefängnis angeregt. Es war 2018 bereits der achte Überfall auf das Geschäft eines stadtbekannten Juweliers seit 2003.