NRW

Karfreitagsprozession auf Bergbauhalde in Bottrop

Kirche

Freitag, 19. April 2019 - 01:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bottrop. Seit 25 Jahren gehört der Kreuzweg auf der Halde Haniel in Bottrop zum Karfreitag von Tausenden Gläubigen. Auch nach der Schließung des letzten Bergwerks wird die Tradition fortgeführt.

Bischof Franz-Josef Overbeck hält gemeinsam mit Gläubigen an Karfreitag auf der Halde Haniel eine Andacht. Foto: Caroline Seidel/Archivbild

Im Ruhrgebiet erinnern Christen heute mit einer besonderen Prozession an den Tod von Jesus Christus am Kreuz. Sie steigen gemeinsam mit dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck auf die Halde Haniel in Bottrop. Die Prozessionsteilnehmer gehen bereits zum 25. Mal den Kreuzweg auf die Halde hinauf.

Die Tradition wird auch nach dem Ende des Bergbaus fortgesetzt. Mit der Schließung der Bottroper Zeche Prosper-Haniel war die Steinkohleförderung in Deutschland Ende vergangenen Jahres eingestellt worden. Für den langfristigen Erhalt des Haldenkreuzwegs war ein Verein gegründet worden, dem unter anderem das Bistum und die RAG-Stiftung angehören.

Motive aus dem Bergbau illustrieren die einzelnen Kreuzweg-Stationen. Die Prozession endet auf dem Haldenplateau an einem großen Holzkreuz, das Auszubildende des Bergwerks Prosper-Haniel 1987 zum Besuch von Papst Johannes Paul II. im Ruhrgebiet errichtet haben. Tausende Menschen nahmen in den vergangenen Jahren an den Prozessionen teil.


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