NRW

Karriereende für Hoenhorst nach Verletzung durch Amokfahrt

Volleyball

Montag, 8. April 2019 - 20:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster. Die bei der Amokfahrt von Münster verletzte Volleyballerin Chiara Hoenhorst beendet ihre Profikarriere. „Seit November sehe ich so genannte Doppelbilder. Der Druck, der nach dem Unfall auf den Sehnerven gelastet hat, war so groß, dass diese Folgeerkrankung jetzt aufgetreten ist“, wird die 22 Jahre alte Studentin am Montag auf der Internetseite ihres Vereins USC Münster zitiert.

Bei der Amokfahrt am 7. April 2018 hatte ein 48-Jähriger am Kiepenkerl-Denkmal im Zentrum der westfälischen Stadt einen Kleinbus in eine Gruppe von Menschen gelenkt. Dabei hatte sich Hoenhorst schwere Kopfverletzungen zugezogen. Nach mehrmonatiger Kranken- und Reha-Zeit hatte sich die Außenspielerin wieder auf Bundesliganiveau zurückgekämpft. Ob sie zum Volleyball zurückkehrt, bleibt vorerst offen. „Die Ärzte sagen, dass die Doppelbilder mit der Zeit auch wieder weggehen können. Dazu muss ich aber erst einmal kürzer treten und den Profisport an den Nagel hängen. Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen“, sagte Hoenhorst.

USC-Präsident Martin Gesigora sprach sein Bedauern aus: „Der Verein und auch ich persönlich bedauern es außerordentlich, dass so ein hoffnungsvolles Talent wegen eines solch traurigen Unfalls seine Karriere vorzeitig beendet muss. Chiara wird immer ihren Platz bei uns im Verein haben.“


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