Kein Leverkusener bei EM: Wolf mit Verständnis

dpa Leverkusen. Trainer Hannes Wolf vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen kann die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw, keinen Leverkusener Spieler mit zur EM zu nehmen, zumindest nachvollziehen. „Nö“, antwortete der ursprünglich als Junioren-Nationaltrainer beim DFB angestellte Wolf am Freitag zunächst auf die Frage, ob ihn das überrascht habe.

Kein Leverkusener bei EM: Wolf mit Verständnis

Leverkusens Trainer Hannes Wolf geht nach Spielende in die Kabine. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild

„Ich hätte mich für jeden gefreut. Aber ich glaube, dass die deutsche Nationalmannschaft so stark ist, dass man das so entscheiden kann“, führte Wolf weiter aus: „Natürlich ärgert es jeden, wenn er nicht dabei ist. Aber es gibt auch den positiven Aspekt, dass man vielleicht ein bisschen durchatmen und sich ordentlich auf eine Saison vorbereiten kann.“

Als Kandidaten aus dem Bayer-Kader galten Nadiem Amiri, Kerem Demirbay und vor allem Jonathan Tah und der erst 18 Jahre alte Florian Wirtz. In dessen Fall wäre „beides verständlich gewesen“, sagte Wolf: „Es ist eine Position, wo in Deutschland ein paar gute Jungs unterwegs sind. Flo hat eine beeindruckende Entwicklung genommen, aber es gab auch keine Notwendigkeit, dass er unbedingt jetzt schon bei diesem Turnier dabei sein muss.“

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