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NRW

Kein grundsätzliches Tätowierungsverbot für NRW-Beamte

Polizei

Dienstag, 6. März 2018 - 12:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Tätowierungen nicht grundsätzlich für alle Beschäftigten der Landesverwaltung verbieten. Vor allem Lehrer und uniformierte Polizisten unterlägen aber einer besonderen Neutralitätspflicht, unterstrich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine SPD-Anfrage.

Bei der NRW-Polizei entscheide eine „Körperschmuckkommission“ beim Landesamt für Personalangelegenheiten im Einzelfall, ob Tatoos „der zu prognostizierenden charakterlichen Eignung eines Bewerbers entgegenstehen“. Generell halte die schwarz-gelbe Koalition am Erlass der rot-grünen Vorgängerregierung fest, wonach „Körperschmuck weiterhin grundsätzlich nicht erwünscht ist“.

Derzeit ist ein Streitfall zwischen dem Land und einem Polizei-Bewerber mit einem großen Löwenkopf-Tattoo am Unterarm vor dem Oberverwaltungsgericht Düsseldorf anhängig. „Ein großflächiger sichtbarer Körperschmuck stellt, völlig unabhängig von den Motiven, für sich genommen einen unüberwindbaren Eignungsmangel dar“, argumentierte Reul. Ein absolutes Tätowierungsverbot gebe es bei der NRW-Polizei aber nicht.

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