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„Kicker“: Schalke arbeitet an einem Ausgliederungskonzept

Fußball

Sonntag, 11. Oktober 2020 - 14:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 treibt die Pläne zur Ausgliederung der Profiabteilung voran. Der Vorstand des Clubs, dessen kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auf mehr als 200 Millionen Euro angewachsen sind, arbeitet derzeit an einem Konzept. Dies berichtet der „Kicker“ in seiner Montagsausgabe. „Entweder wir verabschieden uns von unseren langfristigen sportlichen Zielen - dann können wir weitermachen wie bisher. Oder aber wir wollen auch in Zukunft ein ambitionierter Verein sein, dann müssen wir uns mit einer Strukturveränderung beschäftigen“, sagte Vorstandsmitglied Alexander Jobst dem Fachmagazin.

Alexander Jobst, Vorstand Marketing FC Schalke 04. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

„Wir arbeiten derzeit an einem Konzept, um dem FC Schalke 04 eine Struktur zu geben, die zum einen zu 104 Prozent zu unserem Verein passt, es uns zum anderen aber ermöglicht, langfristig wieder höhere Ziele in Angriff zu nehmen“, sagte Jobst, der auch einen Austausch mit den Mitgliedern zu diesem Thema ankündigte. Trotz aller Kritik aus Fankreisen glaubt Jobst, dass „eine Mehrzahl der Mitglieder bereit ist, darüber zu diskutieren. Die Corona-Pandemie hat diese Bereitschaft nach meinem Gefühl zusätzlich erhöht.“ Es sei vielen Fans deutlich geworden, dass eine Veränderung unumgänglich ist, meinte Jobst.

Vielen Fans ist der Status des Clubs als eingetragener Verein (e.V.) sehr wichtig. Allerdings wird der Einstieg möglicher Investoren sowie die Bildung von finanziellen Rücklagen dadurch erschwert.

Nun geht es laut Jobst es um ein speziell auf Schalke zugeschnittenes Modell. „Ein klassisches Ausgliederungsmodell wie etwa beim FC Bayern ist bei uns nicht zu realisieren, weil es einfach nicht zu Schalke 04 passt“, sagte Schalkes Vorstand für Marketing, Vertrieb und Organisation.

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