NRW

Kind stirbt: Mordprozess gegen 20-jährigen Autofahrer

Prozesse

Freitag, 25. März 2022 - 03:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Aachen. Im August 2020 kommt ein acht Jahre altes Mädchen bei einem Unfall in der Eifel ums Leben. Die Anklage sagt, dass dem Crash auf einer Landstraße ein illegales Autorennen vorausging. Ein junger Mann ist wegen Mordes angeklagt, ein zweiter wegen versuchten Mords.

Das Justizzentrum Aachen mit dem Amts- und Landgericht. Foto: Marius Becker/dpa

Ein junger Autofahrer soll bei einem illegalen Rennen in der Eifel einen Unfall verursacht haben, bei dem eine Achtjährige starb. Vor dem Landgericht Aachen muss sich der 20-Jährige von Freitag (9.00 Uhr) an wegen Mordes verantworten. Ein zweiter, inzwischen 21 Jahre alter Fahrer ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Bei dem Unfall gab es mehrere Schwerverletzte.

Die beiden damals 19 Jahre alten Männer sollen im August 2020 auf einer Landstraße in einem Wald bei Simmerath ein Überholmanöver gefahren sein. Der Ältere konnte in einer langen Kurve noch rechts einscheren. Der Jüngere prallte auf der Gegenfahrbahn mit einem Wagen zusammen. Darin erlitt ein acht Jahre altes Mädchen lebensgefährliche Verletzungen, an denen es im Krankenhaus starb. Zwei erwachsene Insassen wurden schwer verletzt. Auch der Fahrer des Unfallwagens kam ins Krankenhaus.

Da die Angeklagten zur Tatzeit älter als 18 und jünger als 21 Jahre alt waren, gelten sie als heranwachsend. Auf Mord steht im Erwachsenenstrafrecht eine lebenslangen Strafe, im Jugendstrafrecht ist die Höchststrafe zehn Jahre. Beide jungen Erwachsenen saßen mehrere Monate in Untersuchungshaft und kamen dann auf freien Fuß.

© dpa-infocom, dpa:220324-99-658551/2

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