NRW

Kind überfahren: Müllwagenfahrer vor Gericht

Prozesse

Mittwoch, 22. Mai 2019 - 12:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Ein Müllwagenfahrer, der einen siebenjährigen Jungen überfahren haben soll, steht seit Mittwoch wegen fahrlässiger Tötung vor dem Kölner Amtsgericht. Laut Anklage hatte er das Kind beim Rechtsabbiegen übersehen. Der Junge war in Köln mit dem Fahrrad auf dem Gehweg neben der Straße unterwegs. Er wurde von den Hinterrädern des Müllautos überrollt und starb noch am Unfallort.

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Tod des Siebenjährigen durch Unachtsamkeit verursacht zu haben. Der Unfall sei vermeidbar gewesen, da das Kind vor der Kollision für 3,5 Sekunden im Seitenspiegel des Lkw erkennbar gewesen sei.

Der Angeklagte räumte den Unfall über seinen Verteidiger ein. Sein Mandant habe den Jungen nicht gesehen, sagte der Anwalt. Der 38-Jährige, der die Verlesung der Anklageschrift mit gesenktem Kopf verfolgte, sei seit dem Unfall krankgeschrieben und in psychologischer Behandlung.

Der Unfall vom 28. Mai 2018 hatte überregional für Bestürzung gesorgt und die Diskussion um den Einbau von Abbiege-Assistenten in Lastwagen neu entfacht. Das Urteil sollte noch am Mittwoch gesprochen werden.


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