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NRW

Kinderschänder: Fahndung ohne Datenspeicherung schwierig

Kriminalität

Donnerstag, 26. Oktober 2017 - 12:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Die Fahndung nach Kinderschändern und anderen Kriminellen im Internet bleibt nach Angaben des Landeskriminalamts NRW ohne verfügbare IP-Adressen von Verdächtigen sehr schwierig. Ohne die IP-Adressen von Telekommunikationsunternehmen könnten Tatverdächtige nicht ermittelt werden, sagte die Sprecherin des Landeskriminalamts Heidi Conzen am Donnerstag. Die Bundesnetzagentur hatte nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Münster die Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung für Internet-Provider und Telefonanbieter wenige Tage vor Inkrafttreten bis zum Hauptsacheverfahren ausgesetzt. Der „Kölner Stadtanzeiger“ hatte zuvor berichtet.

Ein Bildschirm bestehend aus Einsen und Nullen. Foto: Daniel Karmann

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2015 hatte die Große Koalition eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Zehn Wochen lang sollte gespeichert werden, wer wann mit wem wie lange telefoniert, simst, und wie sich jemand im Internet bewegt. Laut LKA sollten auch die IP-Adressen gespeichert werden, über die man zumindest die Nutzer von Festgeräten hätte ermitteln können.


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