NRW

Kirchensteuern der rheinischen Kirche erholen sich

Kirche

Freitag, 17. Dezember 2021 - 12:34 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Dank der wirtschaftlichen Erholung ist der befürchtete drastische Einbruch der Kirchensteuereinnahmen der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgeblieben. Nach einem Minus von sechs Prozent im ersten Pandemie-Jahr 2020 werde im laufenden Jahr mit einem Plus von vier Prozent gerechnet, sagte Kirchen-Finanzchef Henning Boecker am Freitag. Für 2022 erwarte die rheinische Kirche einen weiteren Anstieg der Steuereinnahmen um zwei Prozent.

Unter den gesetzlichen Abgaben ist auch die Kirchensteuer ausgewiesen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Ursprünglich hatte die zweitgrößte evangelische Landeskirche für das vergangene Jahr einen Einbruch der Steuereinnahmen um zwölf Prozent prognostiziert und für dieses Jahr ein Minus von fünf Prozent. „So schlimm ist es zum Glück nicht gekommen“, sagte Boecker. Im laufenden Jahr habe die Kirche nun rund 700 Millionen Euro an Steuermitteln zur Verfügung. 2022 würden 714 Millionen Euro erwartet.

Dennoch sei die Kirche von der wirtschaftlichen Dynamik abgehängt, sagte Boecker. Die kirchlichen Steuern bewegten sich viel langsamer nach oben als die Lohn- und Einkommenssteuer. Grund dafür seien etwa Kirchenaustritte gerade jüngerer berufstätiger Menschen und die Tatsache, dass in den nächsten Jahren immer mehr Mitglieder in Rente gingen. Auch die hohe Inflation drücke derzeit auf die Finanzkraft der Kirche etwa bei Bautätigkeiten.

Die rheinische Kirche hat zur Zeit etwa 2,4 Millionen Mitglieder in 655 Kirchengemeinden. Ihr Gebiet umfasst Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland.

© dpa-infocom, dpa:211217-99-420887/2

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