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NRW

Klöckner will mit Ländern über Fleischmarkt beraten

Agrar

Mittwoch, 24. Juni 2020 - 12:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin/Düsseldorf. In der Debatte um Billigpreise für Fleisch will Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) über Konsequenzen beraten. Dazu lädt sie mit ihrer nordrhein-westfälischen Amtskollegin Ursula Heinen-Esser (CDU) und Niedersachsens Ressortchefin Barbara Otte-Kinast (CDU) an diesem Freitag zu einem Treffen nach Düsseldorf. An dem „Branchengespräch“ zur gesamten Kette des Marktes vom Stall bis zum Teller sollen Vertreter von Tierhaltern, Schlachtereien, Ernährungswirtschaft, Handel und Verbraucherschützer teilnehmen. Auch das Bundeskartellamt, Tierschützer und Tierärzte werden erwartet.

Julia Klöckner (CDU), Bundesagrarministerin. Foto: John Macdougall/AFP Pool/dpa/Archivbild

Notwendig sei eine „Neujustierung“ der Tierhaltung in Deutschland, teilte das Bundesministerium mit. Fleisch und Wurst seien oft zu billig. Unter diesen Bedingungen seien faire Arbeitsbedingungen und Löhne, hohe Tierwohlstandards und ein auskömmliches Einkommen von Tierhaltern schwer zu erreichen. „Wir alle stehen hier in der Verantwortung. Deshalb setzen wir auf die Teilnahme und Mitarbeit der gesamten Kette“, erklärten die drei Ministerinnen.

Nach dem großen Corona-Ausbruch beim Branchenriesen Tönnies geraten das Unternehmen und die ganze Schlachtindustrie immer stärker unter Druck. Billigangebote in Supermärkten stehen am Pranger. Klöckner setzt sich nun auch für eine Tierwohlabgabe ein, die auf Fleisch und andere tierische Produkte aufzuschlagen wäre. Dies empfiehlt auch eine Expertenkommission des Bundesministeriums als ein Element der Finanzierung, um Bauern bei Stallumbauten zu unterstützen.

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