NRW

Kölner Karnevalspräsident Kuckelkorn fühlt „Leere im Herz“

Brauchtum

Montag, 15. Februar 2021 - 13:03 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn hat sich deprimiert über den Rosenmontag ohne Karnevalszug und närrisches Treiben geäußert. „Diese Leere - das macht auch so'n bisschen Leere im Herz, das tut einem schon sehr weh, das trifft einen schon“, sagte Kuckelkorn am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Aber es geht ja halt derzeit nicht anders, insofern müssen Sie halt damit auch leben.“ Die Karnevalszüge sind wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr abgesagt worden.

Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Für manche Karnevalisten habe der Rosenmontag einen solchen Stellenwert, dass sie an diesem Tag den Weg des Rosenmontagszugs abgingen. „Das ist vielleicht auch ein bisschen Trauerarbeit. So langsam kommt wirklich an, was hier passiert und wie groß das Ganze ist. Es ist eine ganz schwierige Zeit.“

Die Rheinländer seien auch gern Gastgeber und hätten ihre Stadt gern proppenvoll. „Normalerweise haben wir hier 'ne Million Leute am Zug und jetzt ist hier keiner, das tut schon auch echt weh, wenn man die leeren Gaststätten, leeren Brauhäuser sieht.“ Man spüre aber auch, welche Kraft der Karneval habe und was für eine riesige Lücke jetzt da sei. „Das wird dem Karneval in der Zukunft vielleicht auch nochmal eine neue Tiefe geben.“

© dpa-infocom, dpa:210215-99-449150/2


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