NRW

Kokain aus dem Kiosk: Bis zu sieben Jahre Haft

Prozesse

Freitag, 4. September 2020 - 17:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Krefeld. Für den schwunghaften Drogenhandel aus einem Kiosk in Krefeld heraus hat das dortige Landgericht bis zu sieben Jahre Haft verhängt. Außerdem müssen drei Männer, die am Freitag wegen bandenmäßigen Drogenhandels verurteilt wurden, in eine Entzugsklinik. Das Trio um den 27-jährigen Kopf der Dealerbande bekam Haftstrafen zwischen sechseinhalb und sieben Jahren. Eine als Helferin mitangeklagte 26-Jährige wurde zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Justitia-Statue. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Den Strafen war eine Absprache mit dem Gericht vorausgegangen. Im Gegenzug hatten die Angeklagten Geständnisse abgelegt. „Die Angeklagten haben dem Gericht - angesichts der nicht immer so eindeutigen Beweislage - ein langwieriges Verfahren erspart“, hob der Vorsitzende Richter Johannes Hochgürtel hervor.

Die zunächst fünf Angeklagten, darunter auch ein 58-jähriger Krefelder, hatten im Prozess gestanden, zwischen Juni 2019 und Ende Januar dieses Jahres mit Kokain und Amphetaminen, aber vor allem im großen Stil mit über 200 Kilogramm Marihuana gehandelt zu haben.

Der verdächtige Kiosk „Smoki“ war nach ersten Hinweisen von Drogenfahndern observiert worden. Ende Januar hatten die Fahnder zugeschlagen und kiloweise Drogen und große Bargeldsummen sichergestellt.

Das Verfahren gegen den ältesten Angeklagten war am Freitag abgetrennt worden. Der offenbar schwerkranke 58-Jährige war am Donnerstag von der Polizei hilflos in seiner Wohnung gefunden und in eine Klinik gebracht worden. Der 58-jährige hatte schon bei der Polizei ausgepackt und die Mitangeklagten belastet.

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