NRW

Kommission: Bund soll zwei Bilder als NS-Raubgut zurückgeben

Kunst

Dienstag, 26. März 2019 - 14:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Magdeburg/Berlin. Der Bund soll zwei Gemälde als NS-Raubgut an die Erben zurückgeben. Das hat die beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter am Dienstag in Magdeburg bekannt gegeben. Er werde eine Rückgabe der im Bundesbesitz befindlichen Werke „Ansicht des Zwingergrabens in Dresden“ und „Ansicht der Karlskirche zu Wien“ des als Canaletto bekannten italienischen Landschaftsmalers Bernardo Bellotto (1721-1780) an die Erben von Max James Emden empfohlen. Eine Begründung wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Der Streit dauert nach Angaben der Anwälte der Erbenfamilie seit 15 Jahren an. Emden war ein aus Hamburg stammender Kaufhausmagnat, der während der NS-Herrschaft als Jude verfolgt war und seinen gesamten Besitz verlor.

Die Gemälde waren laut Anwälten von einem NS-Kunsthändler für die Privatsammlung Adolf Hitlers angekauft worden. Die Bilder gelangten 1949 über eine Sammelstelle der Alliierten an den Bund und wurden später mit weiteren Kunstwerken Eigentum des Bundes.

Aktuell befindet sich die „Karlskirche“ als Leihgabe im Museum Kunstpalast in Düsseldorf und der „Zwingergraben“ im Militärhistorischen Museum in Dresden.


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