Krankenkasse: weiter Rückgang beim „Komasaufen“

dpa/lnw Dortmund. In Westfalen-Lippe landen Jugendliche seltener mit einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung der Krankenkasse AOK Nord-West zeigt, wurden 2019 insgesamt 788 junge Menschen zwischen zwölf und 20 Jahren nach exzessiven Alkoholkonsums in eine Klinik eingeliefert - das entspricht einem Rückgang um mehr als sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr (840 Fälle). 2012 waren es in der Region noch 1135 Jugendliche und junge Heranwachsende gewesen. Besonders deutlich sei der Rückgang bei Heranwachsenden zwischen 18 und 20 Jahren. Hier ging die Zahl der Krankenhauseinweisungen in 2019 wegen gefährlichem Alkoholrausch im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent zurück.

Krankenkasse: weiter Rückgang beim „Komasaufen“

Eine Hand greift in einer Gaststätte nach einem der gefüllten Schnapsgläser auf einem Tablett. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

Der anhaltende Abwärtstrends beim sogenannten Komasaufen sei aber noch kein Grund zur Entwarnung, sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Tom Ackermann laut Mitteilung. Es dürfe nicht nachgelassen werden, junge Menschen über Gefahren von Alkohol aufzuklären und zu einem verantwortungsvollen Umgang zu motivieren.