NRW

Krefelder Spielerflucht geht weiter

Eishockey

Donnerstag, 26. November 2020 - 18:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Iserlohn. Die Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga verzeichnen einen weiteren Abgang. Verteidiger Philip Riefers wechselt zu den Iserlohn Roosters. Das teilten die Sauerländer am Donnerstag mit. Zuletzt gab es eine regelgerechte Personalflucht aus Krefeld. Der erst im Sommer verpflichtete Trainer Glen Hanlon hatte am Wochenende überraschend noch vor dem Start der neuen Saison am 17. Dezember hingeworfen. Der 63 Jahre alte Kanadier begründete dies offiziell mit seinem Alter und der Corona-Pandemie.

Mehrere Eishockeyspieler kämpfen um den Puck. Foto: Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

Riefers ist bereits der sechste Profi, der die Pinguine nach dieser Personalie verlässt. „Einige Spieler wollten keinen Gehaltsverzicht, einige hatten persönliche Gründe wegzugehen. Aus meiner Sicht ist nichts Schlimmes passiert“, hatte der erst 24 Jahre alte neue lettische Geschäftsführer Sergey Saveljev am Dienstag bei MagentaSport gesagt. Saveljev ist Nachfolger von Roger Nicholas, der auch nur wenige Monate im Amt war.

Für Unmut bei den Fans sorgte vor allem auch die Trennung von Club-Idol Daniel Pietta. Der Nationalstürmer hatte 2015 einen Zehn-Jahres-Vertrag von seinem Heimatclub bekommen, an den sich die neue Clubführung aber nicht mehr gebunden sah.

Pietta unterschrieb inzwischen beim ERC Ingolstadt; er hat wegen des Rechtsstreits mit den Pinguinen aber noch keine Spielerlaubnis für die Schanzer. Dies wurde am Donnerstag bei einem Termin vor dem Arbeitsgericht Krefeld deutlich. Beide Seiten sollen nun über einen Vergleich verhandeln, bei dem der Vertrag rückwirkend zum 30. April beendet wird, Pietta 350 000 Euro erhält und in der neuen Saison für Ingolstadt spielen kann.


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