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NRW

Kreise: NRW-Agentur-Chefin Schönefeld könnte Holsboer folgen

Arbeitsmarkt

Sonntag, 14. Juli 2019 - 14:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Nürnberg. Noch ist ihr Stuhl offiziell gar nicht geräumt, da werden bereits erste Namen für die Nachfolge der vorzeitig abberufenen Valerie Holsboer genannt. Zumindest einer der gehandelten Kandidatinnen werden dabei gute Chancen eingeräumt.

Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Matthias Balk/Archivbild

Nach der vorzeitigen Abberufung der Spitzenmanagerin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Valerie Holsboer, könnte die Chefin der Arbeitsagentur in Nordrhein-Westfalen in den BA-Vorstand aufrücken. Christiane Schönefeld, die 62 Jahre alte Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion in NRW, sei die Favoritin mehrerer BA-Verwaltungsratsmitglieder, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Wochenende aus dem Umfeld des Gremiums. Zuvor hatten mehrere andere Medien darüber berichtet. Offiziell soll über die Holsboer-Nachfolge erst in den nächsten Wochen entschieden werden.

Schönefeld, die 33 Jahre Bundesagentur-Erfahrung mitbringt, gilt als führungsstark und durchsetzungsfähig. Kritiker sehen in der Volljuristin allerdings eine Vertreterin der „alten Bundesagentur“ mit eher traditionellen Führungsstrukturen, die Holsboer habe aufbrechen wollen, dabei aber gescheitert sei. Auch BA-intern gilt Schönefeld wegen ihres Alters nur als Interimslösung.

Holsboer muss vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesregierung als einzige Frau im Vorstand der Bundesagentur vorzeitig ihren Posten räumen. Eine Mehrheit des BA-Verwaltungsrats hatte am Freitag die Abberufung der 42 Jahre alten Finanz- und Personalchefin beschlossen. Sie war lediglich zwei Jahre im Amt. Viele Beschäftigte hatten mit der Managerin große Hoffnungen auf einen Kulturwandel bei der Mammutbehörde verbunden. Doch die Seite der Arbeitgeber im Verwaltungsrat war unzufrieden mit der Arbeit der Vorstandsfrau.

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