Kultbilder der Orthodoxie: Große Ikonen-Ausstellung

dpa/lnw Recklinghausen. Ikonen sind nicht nur in orthodoxen Kirchen zu finden. Viele Haushalte in der orthodoxen Welt besaßen früher auch Hausikonen. In Russland wurden sie in der sogenannten „Schönen Ecke“ präsentiert. Eine große Ikonen-Ausstellung startet am Samstag in Recklinghausen.

Kultbilder der Orthodoxie: Große Ikonen-Ausstellung

Die Ikone mit dem heiligen Nikolaus aus Russland um 1500 hängt in der Ausstellung. Foto: Caroline Seidel/dpa

Unter dem Titel „Über dich freuet sich die ganze Schöpfung“ zeigt die Kunsthalle Recklinghausen von diesem Samstag an eine große Ikonen-Ausstellung. Zu sehen ist der größte Teil einer Schenkung des früheren Düsseldorfer Jugendrichters Reiner Zerlin. Er hatte der Stadt Recklinghausen vergangenes Jahr seine hochwertige Ikonen-Sammlung mit fast 250 Objekten geschenkt.

Die Sammlung umfasst vor allem Ikonen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert aus Russland und Griechenland, wie das Ikonen-Museum Recklinghausen am Donnerstag mitteilte. Highlight und ältestes Ausstellungsstück ist das Fragment einer Christus-Ikone aus dem 15. Jahrhundert. Gezeigt werden auch liturgische Gegenstände und Objekte aus dem Bereich der Alltagsfrömmigkeit. Die Ausstellung geht bis zum 30. August.

Ikonen nennt man die Kultbilder der orthodoxen Kirchen. Sie zeigen etwa die Gottesmutter Maria, Christus oder Heilige.