NRW

Kurden demonstrieren spontan gegen Artilleriefeuer in Afrin

Demonstrationen

Freitag, 23. Februar 2018 - 06:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bonn/Duisburg/Dortmund/Minden. In mehreren deutschen Städten sind in der Nacht zum Freitag Kurden zu spontanen Protesten gegen das türkische Artilleriefeuer auf die kurdische Stadt Afrin in Nordsyrien zusammengekommen. In Berlin, Bonn, Duisburg, Dortmund, Minden, Hannover, Hamburg und Frankfurt versammelten sich jeweils einige Dutzend Kurden, wie Polizeisprecher berichteten. „Überall ist Afrin. Überall ist Widerstand“, riefen die Demonstranten in Hannover, wie es hieß.

Die Kurden versammelten sich meist einige Minuten nach Mitternacht auf Bahnhofsvorplätzen. Aus den Gruppen mit je 15 bis 75 Teilnehmern waren Sprechchöre zu hören, Fahnen wurden geschwenkt. Alle Versammlungen verliefen nach Polizeiangaben friedlich und waren nach spätestens einer Stunde beendet.

Am späten Donnerstagabend hatten türkische Truppen die Stadt Afrin mit Artillerie beschossen und dabei nach kurdischen Angaben auch auf einen Menschenkonvoi gezielt. Bei dem Konvoi habe es sich um Menschen aus verschiedenen Teilen Nordsyriens gehandelt, die zur Unterstützung der Bevölkerung in die Stadt gekommen seien. In den vergangenen Tagen haben Kurden immer wieder gegen den Einmarsch türkischer Truppen in der Region demonstriert.


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