NRW

LKA: Anstieg bei Wirtschaftskriminalität durch Corona-Betrug

Kriminalität

Mittwoch, 22. Dezember 2021 - 06:35 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Zahl der Fälle von Wirtschaftskriminalität ist 2020 um mehr als 27 Prozent angestiegen. Wie aus einem neuen Lagebild des Landeskriminalamts (LKA) hervorgeht, lag das vor allem an Betrugsfällen bei den Corona-Hilfen.

So zählte das LKA 2894 Fälle von Subventionsbetrug, „die aus der unberechtigten Beantragung von Corona-Hilfen resultierten“. Als Beispiel nennt das Lagebild einen Remscheider, der insgesamt 14 Anträge in NRW, Hamburg und Baden-Württemberg gestellt und dabei jeweils den Firmennamen leicht verändert hatte. Im November wurde der Mann laut LKA durch das Amtsgericht Wuppertal zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die gewaltige Steigerung des Gesamtschadens durch Wirtschaftskriminalität auf 1,2 Milliarden Euro (2019: 466 Mio) führen die Ermittler vor allem auf einen Mammutfall zurück: Eine marode Krefelder Firmen-Holding wurde - durch mutmaßlich gefälschte Geschäftsunterlagen - für 800 Millionen Euro an ein US-Unternehmen verkauft. Die Summe floss als tatsächlicher Schaden in die Kriminalstatistik ein.

© dpa-infocom, dpa:211222-99-472537/2

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