NRW

LKA setzt neue „Bewerter“ im Fall Bergisch Gladbach ein

Kriminalität

Mittwoch, 13. November 2019 - 05:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach sind Unmengen von kinderpornografischen Bildern und Videos zu sichten. Das LKA hat für solche Fälle gerade erst neu - polizeifremde - Mitarbeiter als „Bewerter“ eingestellt. Bergisch Gladbach ist ihre Bewährungsprobe.

Ein Mitarbeiter der Polizei streamt die Pressekonferenz zu einem Missbrauchsfall. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach setzt das Landeskriminalamt (LKA) zur Sichtung des kinderpornografischen Materials auch neue Mitarbeiter ein, die keine Polizisten sind und vor wenigen Wochen als „Bewerter“ eingestellt wurden. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das LKA hatte im Frühjahr nach insgesamt 24 externen Mitarbeitern gesucht, von denen 14 speziell zur Sichtung kinderpornografischen Materials eingesetzt werden sollen.

Der aktuelle Missbrauchsfall, der seinen Beginn in Bergisch Gladbach nahm, sei „quasi die Bewährungsprobe“ für die neuen Mitarbeiter, so der LKA-Sprecher. Ob bereits alle 14 „Bewerter“ gefunden und im Einsatz sind, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Während der Ausschreibung hieß es damals seitens des LKA: „Das sind keine Polizisten. Es sind Leute, die wir vom freien Arbeitsmarkt nehmen und als Tarifbeschäftigte einstellen.“

Ausgangspunkt für die umfangreichen Ermittlungen waren große Datenmengen, die Ende Oktober bei der Durchsuchung einer Wohnung gefunden wurden. Bilder auf dem Smartphone des Bewohners - einem Familienvater (42) - zeigen laut Polizei schweren sexuellen Missbrauch. Durch Auswertung seines Handys kamen die Ermittler weiteren Verdächtigen auf die Spur.

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