Landtag debattiert über Gewalt gegen Frauen

dpa/lnw Düsseldorf. Zehntausende Frauen werden in Deutschland jedes Jahr Opfer von Gewalt. Die Forderungen nach Hilfsangeboten werden lauter. Die Debatte über Gewalt gegen Frauen hat auch den Landtag erreicht.

Landtag debattiert über Gewalt gegen Frauen

Der nordrhein-westfälische Landtag debattiert darüber, wie Gewalt gegen Frauen und Mädchen verhindert werden kann. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Der nordrhein-westfälische Landtag debattiert heute darüber, wie Gewalt gegen Frauen und Mädchen verhindert werden kann. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP haben dafür eine Aktuelle Stunde beantragt. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November hatten Politikerinnen in Deutschland mehr Hilfsangebote für weibliche Gewaltopfer gefordert.

Nach Zahlen des Bundeskriminalamtes versucht im Schnitt jeden Tag ein Mann in Deutschland, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Im vergangenen Jahr starben dabei 147 Frauen. Hinzu kommen Tausende Fälle von Vergewaltigung, Körperverletzung, Stalking und sexueller Nötigung. Fast 140 000 Fälle von Gewalt in der Partnerschaft wurden 2017 angezeigt. Die Dunkelziffer ist weitaus höher.

CDU und FDP im Landtag weisen auf die verschiedensten Lebensbereiche hin, in denen es zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen komme: Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion und häusliche Gewalt. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik habe jede vierte Frau in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt.