NRW

Landtag debattiert über Organspenden und Bergbau-Altlasten

Landtag

Donnerstag, 18. Januar 2018 - 04:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die sinkende Zahl der Organspender alarmiert auch die Politik. Der Landtag debattiert über die Gründe, warum immer weniger Menschen Organe spenden wollen.

Die dramatisch sinkende Zahl der Organspender beschäftigt auch den nordrhein-westfälischen Landtag. In einer Aktuellen Stunde auf Antrag von CDU und FDP wollen die Abgeordneten heute über die Ursachen und Konsequenzen der niedrigen Organspenderzahlen debattieren.

In NRW hat die Organspende wie auch in ganz Deutschland einen Tiefpunkt erreicht. Spendeten im Jahr 2010 in NRW noch 256 Menschen nach dem Hirntod Organe, waren es 2017 nur noch 146, wie aus den jüngsten Daten der Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht. Rechnerisch kamen damit auf eine Million Menschen in NRW nur 8,2 Organspender. Die Spenderrate lag damit niedriger als in jedem anderen Bundesland, heißt es in einer Vorlage der Fraktionen von CDU und FDP.

Weiteres Thema des Landtags sind die Gefährdungen durch Altbergbau. Bei mehr als 1000 Bergbauschächten in NRW ist laut einem Bericht der Landesregierung mit sogenannten Tagesbrüchen etwa durch den Einsturz alter, nicht verfüllter Stollen zu rechnen. Demnach ist das Land derzeit für maximal 2569 verlassene Schächte des Steinkohlebergbaus zuständig. Von 65 Schächten ist die genaue Lage nicht bekannt. Ende dieses Jahres schließen die letzten beiden Zechen in NRW in Ibbenbüren und Bottrop.


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