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NRW

Laschet: Frage der Kanzlerkandidatur stellt sich nicht

Parteien

Dienstag, 12. November 2019 - 14:37 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) stellt sich die Frage einer Kanzlerkandidatur derzeit nicht. „In meiner täglichen Arbeit spielt das keine Rolle“, sagte Laschet, der auch stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist, am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. „Ich sag es 20 Mal am Tag, dass die Frage nicht ansteht.“ Ihn beschäftigten Themen der Landespolitik. Die Kohleausstiegsgesetz etwa werde ihn bis zum Bundeskabinettsbeschluss am kommenden Montag noch nächtelang beschäftigen. „Es liegt so viel vor uns, dass es das ist, worum ich mich im Moment kümmern muss“, sagte Laschet.

Armin Laschet (CDU, r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Oliver Berg/dpa

Laschet, der Chef des mitgliederstärksten CDU-Landesverbandes ist, werden Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur nachgesagt. Konkret ausgeschlossen hat er das bisher nicht.

Einen Aufstand gegen die unter Druck geratene CDU-Bundeschefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer beim Parteitag in Leipzig in knapp zwei Wochen erwartet Laschet allerdings nicht. „Ich erwarte einen sachlichen Parteitag, wo alle sich darauf konzentrieren, was im Land ansteht“, sagte er. „Die Lage ist auch zu Ernst im Moment, als dass man da etwas anders machen sollte.“ Es werde ein „normaler Parteitag“.

Nach wiederholter Kritik an ihrer Amtsführung hatte Kramp-Karrenbauer ihre internen Gegner zuletzt aufgefordert, auf dem Parteitag die offene Auseinandersetzung zu suchen. Dabei geht es auch um den früheren Fraktionschef Friedrich Merz. Er hatte gesagt, die Frage, ob er selbst kandidieren wolle, stehe nicht an, aber er fühle sich ermutigt. Die Führungsdebatte hinderte Laschet nicht daran, Merz zum Geburtstag zu gratulieren. „Wenn einer 64 wird, sollte man ihm gratulieren.“ Das habe er getan.

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