Laschet: Skepsis wegen den Sinn von Ausgangssperren

dpa/lnw Düsseldorf. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich skeptisch über den Sinn von Ausgangssperren wie in Bayern geäußert. Er halte Kontaktverbote, wie sie mit Bund und Ländern gemeinsam beschlossen worden seien, für zielführender als Ausgangssperren, sagte Laschet am Sonntag in Düsseldorf. Nicht das Verlassen der Wohnung sei die unmittelbare Gefahr, sondern der nahe Kontakt. „Das Ziel, dass Bund und Ländern gemeinsam agieren, ist heute erreicht worden - mit unterschiedlichen Akzenten.“

Laschet: Skepsis wegen den Sinn von Ausgangssperren

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) reagiert während eines Pressebriefings. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Bei den Beratungen von Bund und Ländern hatte es dem Vernehmen nach einen heftigen Streit zwischen Laschet und CSU-Chef Markus Söder gegeben. Laschet habe Söder demnach massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag „ohne Absprache“ mit dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe daraufhin damit gedroht, die Schalte zu verlassen. Dies berichtete auch die „Bild“-Zeitung.