NRW

Laschet: Tagebau Hambach wird deutlich verkleinert

Energie

Donnerstag, 16. Januar 2020 - 09:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Tagebau Hambach wird nach Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) deutlich verkleinert und somit der umkämpfte Hambacher Forst erhalten. Der Wald sei dadurch gesichert, sagte Laschet am Donnerstagmorgen dem Hörfunksender WDR 2. Die Bundesregierung und die Bundesländer mit Braunkohle-Regionen hatten sich in der Nacht auf einen Zeitplan für das Abschalten von Braunkohle-Kraftwerken verständigt.

Armin Laschet gestikuliert während eines Pressetermins. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archiv

Beim Tagebau Garzweiler soll es demnach keine Änderung geben. Was die rot-grüne Landesregierung 2016 beschlossen hat, bleibt gültig - inklusive der Umsiedlung von Menschen, deren Dörfer dem Kohlebagger weichen sollen. „Die Bundesregierung wird per Gesetz sagen: „Wir brauchen den Garzweiler Plan so, wie er beschlossen war““, sagte Laschet dem WDR.

Der NRW-Regierungschef bezeichnete die Einigung zum Kohleausstieg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als „wichtigen Durchbruch“ für den Klimaschutz. „Wir haben uns auf ein Paket der Vernunft geeinigt, das die verschiedenen berechtigten Anliegen aus Schutz für das Klima, Strukturstärkung für die betroffenen Regionen und Versorgungssicherheit für unsere Industrie zusammenbringt.“

Es sei ein wichtiges Signal, dass der Konsens aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden fast ein Jahr nach der Einigung in der Kohlekommission endlich politisch eins zu eins umgesetzt werde. „Darauf haben gerade die Menschen in den betroffenen Regionen in Ost und West lange gewartet.“

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte dem Sender WDR 5, dass das Land wie angekündigt rund 15 der 40 Milliarden Euro an Strukturhilfen bekomme. Darüber hinaus sei vereinbart worden, dass das Thema Wasserstoff beziehungsweise die Förderung der Erforschung dieser Technik in NRW eine besondere Rolle spielen soll. Dort und in weiteren „neuen Themenfeldern der klimaneutralen Industrie“ könnten Menschen dann arbeiten, die nun um ihren Job fürchten.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.