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Laschet öffnet NRW-Büro in Israel: Gespräch mit Rivlin

International

Sonntag, 1. März 2020 - 02:29 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Jerusalem/Tel Aviv. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will heute bei einem Besuch in Jerusalem den israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin treffen. Bei dem Gespräch wollen sich beide nach dem rassistischen Anschlag von Hanau auch über Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland austauschen. Am Morgen wollte der 59-Jährige einen Kranz in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem niederlegen.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Laschet hatte am Dienstag seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekanntgegeben. Gewinnt er beim Sonderparteitag am 25. April, hat er gute Chancen, Unions-Kanzlerkandidat bei der nächsten Bundestagswahl zu werden.

Für den Nachmittag war im Ben-Gurion-Haus in Tel Aviv ein Treffen Laschets mit Enkeln des Staatsgründers David Ben Gurion und des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer geplant. Es soll an den Beitrag ihrer Großväter zur Aussöhnung Deutschlands mit Israel vor 60 Jahren erinnern. Ben Gurion und Adenauer hatten sich am 14. März 1960 erstmals in New York getroffen; obwohl sie sich insgesamt nur zweimal begegnet sind, entstand eine enge Freundschaft.

Am Abend wollte Laschet ein NRW-Kontaktbüro in Tel Aviv eröffnen. Mit dem Büro soll vor allem der Austausch in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur gefördert werden. Laschet wird von einer 30-köpfigen Delegation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und Gesellschaft begleitet.

Am Abend des 19. Februar hatte ein 43-jähriger Deutscher insgesamt neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Tatorten erschossen. Der Sportschütze soll auch seine Mutter getötet haben, bevor er sich selbst das Leben nahm. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er eine rassistische Gesinnung und war psychisch krank.

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