NRW

Laumann: Zusagen nur bei vorhandenen Strukturen

Landtag

Donnerstag, 25. März 2021 - 14:25 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will aus der breiten Kritik der vergangenen Wochen am Corona-Krisenmanagement Konsequenzen ziehen. Die persönliche Lehre, die er gezogen habe, laute: „Sage nur etwas zu, was du machen kannst, wenn du dafür auch die Strukturen hast“, sagte er am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag. Daran müsse Politik sich orientieren. „Das wollte ich noch mal gesagt haben.“ Im Landtag wurde auf Antrag der SPD-Opposition in einer Aktuellen Stunde über „schwere Fehler der Landesregierung“ im Umgang mit Corona-Regeln debattiert.

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/archivbild

Es sei zuletzt ein Problem gewesen, dass „Dinge in Aussicht gestellt“ worden seien, für die es eben keine Infrastruktur gegeben habe. Als Beispiel nannte Laumann die Ankündigung, eine Öffnungsstrategie mit Tests zu verknüpfen, ohne dass die Voraussetzungen schon gestanden hätten. Dies sei allerdings nicht in erster Linie in NRW zu verantworten gewesen.

In den vergangenen eineinhalb Wochen habe NRW eine starke Infrastruktur aufgebaut: Inzwischen führten 4748 zugelassenen Test-Stellen im ganzen Land täglich rund 100 000 Tests durch. NRW sei das einzige Bundesland, das Geld zur Verfügung stelle, damit wirklich ein flächendeckendes Netz auch mit kleinen Test-Stellen geknüpft werden könne. Jetzt müssten Anreize geschaffen werden, das sich möglich viele testen lassen, um die Dunkelquote an Infizierten erheblich aufzuhellen.

© dpa-infocom, dpa:210325-99-968635/3

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