NRW

Laumann kritisiert Vordrängler bei Corona-Schutzimpfungen

Kommunen

Montag, 8. Februar 2021 - 13:26 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat Vordrängler bei Corona-Schutzimpfungen kritisiert. „Ich habe für dieses Vordrängeln überhaupt kein Verständnis“, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Strafrechtliche Sanktionen lehne er jedoch ab. Das öffentliche Urteil, das darüber gefällt werde, reiche.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa

Laumann fügte hinzu, Bundeskanzlerin Angela Merkel (ebenfalls CDU) habe mit dem Satz „Wir lassen uns impfen, wenn wir dran sind in unserer Bevölkerungsgruppe“ dazu alles gesagt. Damit sei jeder gut beraten. Natürlich solle nirgendwo Impfstoff „verkommen“. Wo Impfdosen übrig blieben, sollten sie aber in derselben Prioritäten-Gruppe gespritzt werden.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der Oberbürgermeister im sachsen-anhaltinischen Halle, Bernd Wiegand (parteilos), und zehn seiner Stadträte bereits eine Impfung bekommen hatten. Auch in NRW gab es entsprechende Fälle. Unter anderem hatten sich der 31 Jahre alte Bürgermeister von Hennef, Mario Dahm (SPD), und Feuerwehrfunktionäre vorab impfen lassen.

© dpa-infocom, dpa:210208-99-350470/2


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.