NRW

Laumann sieht hohe Hürden für Impfungen im häuslichen Umfeld

Gesundheit

Donnerstag, 4. Februar 2021 - 16:46 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Das Impfen älterer Menschen vom Hausarzt rückt durch die Altersvorgabe für den Impfstoff von Astrazeneca in weitere Ferne. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) machte im Landtag am Donnerstag deutlich, dass es für den tief zu kühlenden Biontech-Impfstoff ein sehr ausgeklügeltes und sicheres System bis hin zum eigentlichen Spritzen bedürfe. „Das ist nicht einfach“, sagte er im Gesundheitsausschuss. Mit der Kassenärztlichen Vereinigung werde an der Frage des Impfens im häuslichen Umfeld gearbeitet.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa

Voraussichtlich werde das in der Tagespflege und Wohngemeinschaften am ehesten gelingen, wo mehrere Menschen gleichzeitig an einem Ort geimpft werden könnten. Astrazeneca-Impfstoff stehe für Ältere wie die priorisierten Über-80-Jährigen nach den Vorgaben zunächst nicht zur Verfügung. Vom Hersteller Moderna kämen relativ geringe Mengen.

Laumann geht davon aus, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna demnächst nicht mehr für Personen unter 65 Jahre in Deutschland verimpft werden dürfen. Sie sollen wegen der Altersvorgabe bei Astrazeneca ausschließlich diesen Impfstoff erhalten, der in seiner Handhabung als einfacher gilt. Zur Gruppe 1 der priorisierten Personen bei den Corona-Impfungen zählen auch Mitarbeiter in den Pflegeheimen und besonders gefährdeten Bereichen der Kliniken.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Kommunen angeschrieben, mit Blick auf die ersten Lieferungen von Astrazeneca die Impfungen von Personal ambulanter Pflegedienste, von Tagespflegeeinrichtungen, Beschäftigten in Hospizen sowie Rettungsdienstpersonal vorzubereiten.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-304450/2


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