Leichter Coronavirus-Anstieg in NRW: Feuerwehrmann infiziert

dpa/lnw Düsseldorf. In Düsseldorf ist ein Feuerwehrmann positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Mann stamme aus dem in NRW am meisten vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg, teilte die Stadt am Samstag mit. Die Landeshauptstadt versicherte aber: „Die Feuerwehr Düsseldorf ist weiter voll in der Lage, alle Einsatzfunktionen zu gewährleisten, eine Unterbrechung des Dienstbetriebs auf der betroffenen Feuer- und Rettungswache ist nicht erforderlich.“

Leichter Coronavirus-Anstieg in NRW: Feuerwehrmann infiziert

Canan Emcan, Stationsleiterin auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen, hält ein Abstrichröhrchen. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Der Feuerwehrmann sei nur leicht erkrankt und bereits auf dem Weg der Besserung, stehe aber, ebenso wie elf Kontaktpersonen, unter häuslicher Quarantäne.

Unterdessen stieg nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums die landesweite Zahl der bestätigten Infektionen seit Freitagnachmittag bis Samstagvormittag (Stand: 11.30 Uhr) um 19 auf 377 an. NRW ist bundesweit am stärksten betroffen. Das Robert Koch-Institut hatte am Freitagabend von rund 640 nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus berichtet.

Keine neue Entwicklung vermeldeten die Universitätskliniken Aachen, Essen und Düsseldorf mit Blick auf die Gesundheit von Patienten, die dort in den vergangenen Tagen in kritischer Verfassung eingeliefert worden waren. Der Zustand des ersten Covid-19-Patienten sei „nach wie vor ernst“, berichtete die Uniklinik Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur. Die Klinik behandelt auch seine Ehefrau, der es den Angaben zufolge schon besser geht, sowie zwei weitere infizierte Patienten aus dem Kreis Heinsberg mit schwerer und mittelschwerer Symptomatik.

Die Uniklinik Aachen bestätigte, aktuell würden dort drei Patienten mit Coronavirus-Infektionen behandelt, wollte aber keine Auskunft über deren Gesundheitszustand geben. In Essen war eine 89-Jährige mit Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion vor einigen Tagen auf die Intensivstation gekommen.