Leitentscheidung: Braunkohle-Umsiedlungen werden überprüft

dpa/lnw Düsseldorf. Die Entscheidung über die Zukunft mehrerer Dörfer am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler soll nach den Plänen der nordrhein-westfälischen Landesregierung Ende 2026 fallen. Die neue Leitentscheidung für das Rheinische Revier gebe vor „dass Keyenberg und die anderen Dörfer des dritten Umsiedlungsabschnitts nicht vor Ende des Jahres 2026 bergbaulich in Anspruch genommen werden dürfen“, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung.

Leitentscheidung: Braunkohle-Umsiedlungen werden überprüft

Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen (FDP) spricht. Foto: Henning Kaiser/dpa

Dann solle überprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieser Flächen durch den Energiekonzern RWE noch erfüllt seien. Das gebe den Menschen, die in den Ortschaften bleiben wollten, „eine gewisse Perspektive“, betonte Pinkwart.

Anwohner und Umweltverbände regierten auf die neue Leitentscheidung mit scharfer Kritik. Die Landesregierung forciere die endgültige Zerstörung noch bewohnter Ortschaften wie zum Beispiel Lützerath, erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der Abriss von Keyenberg und fünf weiterer Dörfer sei mit dem Datum 2026 versehen worden.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-940948/2